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DEADEND – Keine Sackgasse, sondern Kontrollverlust mit Ansage

Manche Bands entstehen aus einem Plan. DEADEND entstanden aus dem Bedürfnis, der Monotonie etwas entgegenzusetzen. Gegründet während der Corona-Zeit – jener Phase, in der alles stillstand und man sich selbst beim Stillstehen zusah – war schnell klar: Das hier soll kein Projekt für Erwartungen von außen werden. DEADEND wollten einen Raum, in dem Kreativität ungefiltert passieren darf. Ohne Genre-Zwang. Ohne Schablone. Ohne Sicherheitsnetz.

Das Ergebnis ist eine fünfköpfige Metalcore-Band, verteilt über ganz Deutschland, mit Wurzeln in Süddeutschland und einem Sänger aus Sachsen, der für jede Probe gefühlt halb Deutschland durchquert. Was wie ein logistischer Albtraum klingt, entpuppt sich als Treibstoff: Unterschiedliche Perspektiven, Einflüsse und Lebensrealitäten fließen direkt in den Sound der Band.

Vom Debüt zum Reset

Mit ihrem Debütalbum „The Butterfly Effect“ (VÖ: 31.01.2025) legten DEADEND früh ein starkes Fundament. Persönliche Brüche, Veränderung, Selbstreflexion – Themen, die sich wie ein roter Faden durch die Platte ziehen. Über 100.000 Streams, Editorial-Playlist-Platzierungen und Festivalauftritte u. a. beim Dong Open Air und Rock The Hill folgten. Plötzlich stand man vor bis zu 5.000 Menschen – surreal genug, um zu realisieren: Das funktioniert. Aber da geht noch mehr.

Anfang 2025 kam es zu einem entscheidenden Wendepunkt: Sängerwechsel. Mit Lukas am Mikro fühlte sich DEADEND plötzlich wie ein kompletter Neustart an. Ein Reset, der neue Ideen freisetzte und alte Denkweisen über Bord warf. Viele Songs, so sagt die Band selbst, hätten ohne diesen Einschnitt vermutlich nie existiert.

Modern heißt: keine Angst vor Stilbrüchen

Musikalisch verweigern sich DEADEND konsequent der klaren Einordnung. Metalcore ist zwar das Fundament, doch darauf bauen harte Breakdowns, Synth-Flächen, ein DJ-Setup sowie Vocals zwischen Melancholie und blanker Aggression auf. Genregrenzen? Werden eher als lose Orientierung verstanden denn als Regelwerk.

Einflüsse reichen von Dubstep über Techno, Funk und Jazz bis hin zu modernen Acts wie Paledusk oder Vianova, die für DEADEND genau das verkörpern, was sie antreibt: immer weiterdenken, nie stehenbleiben. Klassische Größen wie Slipknot oder Parkway Drive werden respektiert – aber nicht kopiert. Der Gedanke ist eher: Wenn das schon 250 Mal gemacht wurde, warum sollten wir es ein 251. Mal tun?

Features mit The Disaster Area, Qoiet und Viktor Schulz (Our Promise) erweitern diesen Ansatz konsequent. Unterschiedliche Stimmen, unterschiedliche Styles – alles Teil eines kreativen Prozesses, der lieber riskiert als wiederholt.

„Fever Dream“ – Verwirrend, ehrlich, kompromisslos

Mit der neuen Single „Fever Dream“ (VÖ: 16.01.2026) treiben DEADEND diesen Ansatz auf die Spitze. Der Song fühlt sich an wie ein innerer Kontrollverlust zwischen Realität, Selbstzweifel und dem Drang nach kurzfristiger Flucht. Trap- und funkige Elemente treffen auf brachiale Parts, emotionale Spannungen kollidieren mit kalkulierter Härte – verwirrend, aber genau deshalb wirkungsvoll.

Zeilen wie
„You can count on me when you need wrong directions“
oder
„I love failure ‘cause it sticks to me“
zeichnen das Bild eines Menschen, der weiß, dass er falsch abbiegt – und es trotzdem tut. „Fever Dream“ ist kein Song mit erhobenem Zeigefinger, sondern ein ehrlicher Blick in eine Phase mentaler Erschöpfung, produziert von Manuel Renner in den Überlärm Studios mit entsprechend dichter, druckvoller Atmosphäre.

Live, laut, unterwegs

DEADEND stehen nicht nur für Studio-Experimente, sondern vor allem für energiegeladene Liveshows. 17 Shows allein 2025, Support für die US-Band Archers, Festivalbühnen mit Acts wie Kreator, Rise of the Northstar, Emil Bulls oder Tenside – und kein Anzeichen von Stillstand. Für Februar 2026 ist bereits eine eigene Headlinetour geplant, das Festivalbooking läuft auf Hochtouren.

Der große Traum? Bühnen beim Summer Breeze oder Rock am Ring – jene Orte, an denen für viele von ihnen alles begann. Und es fühlt sich so an, als wäre das für DEADEND keine Frage des Ob, sondern nur noch des Wann.

Kein Genre, kein Ziel, kein Stillstand

Der Name DEADEND ist dabei alles andere als eine Sackgasse. Er steht für Wendepunkte, Krisen und das bewusste Verlassen eingefahrener Wege. Für die Einladung, aus gedanklichen Blockaden etwas Neues zu formen. Oder anders gesagt: Hier endet nichts – hier fängt es gerade erst an.

Untenstehend folgen noch ein paar Quicklinks, damit ihr euch direkt mit der Band verlinken könnt. Bleibt dran, es steht noch so vieles erst in den Startlöchern!

Info
26. Januar 2026 
13:38 Uhr
Band
DEADEND
Genre
Metalcore
Autor/en

 Seb

Fotocredit/s
Sasha Laukart
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