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MØL – Dreamcrush

Die Blackgaze Band MØL wird sich diesen Freitag mit ihrem neuen Album „Dreamcrush“ zurückmelden.

Das Werk wird das dritte Studioalbum und den direkten Nachfolger zu „Diorama“ markieren.

Tracklist:

  1. Dream
  2. Små Forlis
  3. Young
  4. Hud
  5. Garland
  6. Favour
  7. A Former Blueprint
  8. Dissonance
  9. Mimic
  10. Crush

MØL eröffnen ihren dritten Longplayer mit einem verträumten Intro. „Dream“ entfaltet sich über mehr als eine Minute, bevor Sänger Kim Song Sternkopf den Song vollständig freisetzt. Der Track besticht durch messerscharfes Riffing und einen perfekt austarierten Wechsel zwischen Gesang und Shouts. „Små Forlis“ (dt. „kleines Schiffwrack“) führt diese Reise konsequent fort und zeigt sich durch seinen fast poppigen Gesang von einer neuen Seite, ohne jedoch die härtere Ebene zu vernachlässigen, was das stimmige Gesamtkonzept weiter stärkt.

Auch die Single „Young“ fügt sich nahtlos in das Gesamtbild ein. Hier zieht die Band das Tempo deutlich an und verzichtet vollständig auf Clean Vocals. MØL spielen mit wundervollen atmosphärischen Elementen, während der Gesang stellenweise an Dimmu Borgir erinnert.

Ein stimmiger Wechsel:

Ein gelungener Stimmungswechsel folgt mit „Hud“: Der Song beginnt verträumt, verletzlich und mit ruhigem Klargesang. Das Tempo ist stark reduziert und gibt Kim Raum, sein gesamtes stimmliches Können zu zeigen. Ein episches Gitarrensolo setzt zum Schluss den finalen Akzent und rundet einen weiteren starken Titel ab.

Mit „Garland“ erschien bereits vor rund drei Monaten der erste Vorbote von „Dreamcrush“ und dieser versprach nicht zu viel. Der Song startet mit Klargesang, der nach kurzer Zeit mit kraftvollen Screams und epischem Riffing verschmilzt.

Die Stimmung macht die Musik:


Favour“ beginnt mit einem rein instrumentalen, fast schon rätselhaften Intro, das zwei Minuten lang ins Ungewisse führt. Kim Sternkopf löst die Spannung schließlich auf und entfesselt ein mächtiges Finale. Im Gegensatz dazu zieht „A Former Blueprint“ das Tempo wieder deutlich an. Der Einstieg wirkt erfrischend leicht, doch die Stimmung kippt gelegentlich durch schmerzerfüllte Screams, die immer wieder in klaren Gesang übergehen.

„∞“ dient als kurzes Intro für „Dissonance“, das mit wunderschönem Klargesang und Akustikgitarre beginnt. Der Track nimmt rasch Fahrt auf und wechselt erneut gekonnt zwischen harten und sanften Passagen. „Mimic“ hingegen schlägt sofort mit voller Härte ein und zeigt die kompromisslose Seite der Band.

Das Finale markiert „Crush“. Ohne Umschweife geht es direkt zur Sache, und der Abschluss setzt noch einmal alles auf eine Karte. Kim Sternkopf wechselt souverän zwischen Screams und Gesang, während die Instrumente atmosphärische Momente und wuchtige Attacken im ständigen Wechsel präsentieren. Track Nummer 11 bietet alles, was ein würdiger Schlusspunkt braucht, und lässt „Dreamcrush“ episch ausklingen.

Fazit:

Mit „Dreamcrush“ legen MØL ein eindrucksvolles drittes Album vor, das ihre Stärken gezielt bündelt und zugleich neue Facetten offenbart. Die Band schafft es, traumhafte Melodien, harsche Ausbrüche und atmosphärische Zwischentöne zu einem stimmigen Gesamterlebnis zu verweben. Besonders der dynamische Wechsel zwischen klarem Gesang und brachialen Screams sorgt immer wieder für Gänsehautmomente. Gleichzeitig beweisen MØL ein feines Gespür für Spannungsaufbau, sei es in verträumten Intros, explosiven Höhepunkten oder epischen Finalen.

Nicht jeder Track zündet mit derselben Intensität, doch das Gesamtwerk bleibt über seine gesamte Spielzeit hinweg schlüssig, abwechslungsreich und emotional packend. „Dreamcrush“ zeigt eine Band, die ihren Stil weiterentwickelt, ohne ihre Identität zu verlieren.

Unterm Strich ist dies ein kraftvolles, vielseitiges und atmosphärisch dichtes Album, das sich eine Bewertung von 8,5/10 Punkten absolut verdient hat.

Info
26. Januar 2026 
12:16 Uhr
Band
MØL
Genre
Post-Black-Metal Shoegaze
Autor/en

 Maik

Fotocredit/s
Pressefoto
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