Review

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Neaera – All Is Dust

Seit ihrer Gründung 2004 haben Neaera uns bisher bereits einiges an schöner Musik geschenkt.
Sie blieben dabei immer ein kleiner Geheimtipp, hatten dadurch aber sehr treue Fans.
Nun erschien das achte Studioalbum der Münsteraner Veteranen, welches wir direkt mal für Euch unter die Lupe genommen haben.
Wir stellten uns die Frage: Kann es mit dem letzten Album mithalten?

Tracklist:

  • Antidote to Faith
  • Pacifier
  • All Is Dust
  • Swords Unsheathed
  • Per Aspera
  • Edifier
  • In Vain
  • Render Fear Powerless
  • Dividers
  • Into the Hollow

Wir gehen rein:

Das dachten sich auch die Jungs und machen ab Sekunde eins unmissverständlich klar: Das wird wieder richtig feine Dampfwalzen Musik. Antidote to Faith ist ein von Two-Step-Parts geführter Track, der den unerkenntlichen Charakter von Neaera trägt. Ein wunderschönes Riff, stampfende Drums und ein keifender Benny machen Lust auf Mehr! Blastbeats runden das Ganze locker flockig ab.
Das ist es! SO will man die Band hören!

Wall of Death muss dazu einfach:

Pacifier hat so ein knatterndes Instrumentalintro, dass ich vor meinem inneren Auge schon die Wall of Death dazu sehe! Danach geht es schnell in einen Two-Step-Part über. Schnelligkeit ist Sebastian an den Drums keinesfalls ein Fremdwort. Die kommen im Song auch wunderbar zum Tragen.
Ein wunderschönes Build-Up nach dreiviertel des Songs führt wohl dann die nächste Wall of Death herbei, herrlich! Das Riffing von Stefan und Tobias an den Gitarren hier ist herausragend und bleibt fast mehr im Kopf hängen als bei Spearheading the Spawn.

Keine Verschnaufpause:

Da ist er schon, der Titelsong. Und er macht genauso weiter wie wir gestartet haben: Hart, schnell und mit wunderbaren Breakdowns. Benny darf hier mal zeigen welche verschiedenen Screams er mittlerweile so drauf hat und auch der Rest der Band darf sich ein wenig austoben.
Allgemein gesehen gibt der Song einen guten Ton für das restliche Album vor und klingt so, wie Neaera klingen sollte. Einfach gut.

Kreislauf Musik:

Swords Unsheathed fordert Sebastian an den Drums mal ganz ordentlich. Von Two-Step zu Blastbeats und zurück. Zwischendurch wirkt der Song allerdings wie eine Mitsing Ballade im Neaera Style, was dem Song keinesfalls einen Abbruch tut. Es macht nur noch mehr Spaß danach zu hören wie einmal Alles in den Topf geschmissen wird und die Hölle auf Erden losbricht. Holy Guacamoly, das hab ich dann doch nicht kommen sehen.

Nur ein Gas: Vollgas!:

Per Aspera geht ebenfalls wieder absolut in die Vollen und macht keine Gefangenen. Es rattert, wummert, und zimmert mir ein Lächeln ins Gesicht. Wir sind im typischen Neaera Style unterwegs: Schnell, hart, aua und böse. Am Ende werden nochmal die Höllenhunde aufs Volk losgelassen und die Kacke fliegt so richtig durch die Luft. Macht das vielleicht Spaß beim Anhören!

Wir bleiben auf der linken Spur:

Und ich dachte schon, die bisherigen Songs sollten schnell sein. HA! Falsch gedacht! Edifier startet mit den wohl schnellsten Blastbeats bisher und wird auch später einfach nicht langsamer.
Lediglich zum Mid-Song-Breakdown wird kurz auf die Bremse gestiegen, allerdings nur mit den kleinen Zeh. Danach geht der Fuß wieder in die Ölwanne und wir überholen den Porsche mit Leichtigkeit.
Ist das GEIL! JA! SO muss das sein, wenn man Neaera hört! Und darf ich nochmal kurz den Breakdown kurz vor Ende ansprechen? Hammer! (Wie du dich bewegst in dem Outfit)

Sie können auch ruhig:

Tatswahrhaftig, kein Scherz! In Vain hat ein wunderschön ruhiges instrumental Intro. Das ändert sich schnell zum gewohnten Neaera Sound, hat den Song aber genial eingeleitet. Intros sind doch was Tolles!
Allgemein gesehen ist der Song auch eher langsam und die vorhin noch angedeutete Ballade scheint sich dann hier doch vollendet wiederzufinden. Ich sehe vor meinem inneren Auge schon die Feuerzeuge und das Kuscheln. Dieses Album macht so viel Spaß, unglaublich.

Sie haben nur 1 Joke gemacht:

Wir gehen wieder komplett rein! Render Fear Powerless holt einen gut auf den Boden der Tatsachen zurück und macht klar: Alder, das hier is noch immer Neara und Meddl, kein Pop, hömma.
Ich weiß nicht, was die Jungs so für Kraftfutter zu Essen bekommen, aber zumindest Sebastian muss gedopt sein.

Trennen, aber was?:

Dividers trennt sich keinesfalls vom restlichen Album ab. Er fügt sich wunderschön in das Gesamtkonzept ein und verbessert dieses auch noch. Wir haben mal wieder ein wunderschönes Riffing von Stefan und Tobias an den Gitarren, das sich mit dem Rest der Band zu einer wunderbaren In-die-Fresse-Symbiose zusammenschließt. Die Jungs enttäuschen einfach nie. Wahnsinn!

Ein Abschluss Neaera Style:

Alles beim Alten. Knatter ratter ding dong zum Ende. Kommt nochmal richtig gut muss ich sagen!
Kurze Verschnaufpausen für das Live-Publikum inklusive. Aber ein Breakdown, heiliger Vater vergib mir!
Dazu wird es definitiv richtig auf die Mühle geben. Die nachfolgenden Blastbeats sind noch einmal die Zierkirsche auf der Sahne auf dem Stück Apfelstrudel.

Fazit:

Puh, was ein Album. So ein Brett findet man sonst nur bei OBI. Klären wir aber erst mal die Eingangsfrage:
Kann es mit dem letzten Album mithalten? Heilige Scheiße JA. Es könnte das für mich stimmigste Neaera Album sein. Ich sage nur Noice! Die Jungs haben sich mit dem Album mal ebenso wieder selbst übertroffen. Die Abwechslung hat dem ganzen eine sehr leichte Hörbarkeit gegeben.
Deshalb erhalten Neaera für All Is Dust von mir 9/10 Windwühlen.

Neaara sind:


Info
3. Juli 2024 
15:41 Uhr
Band
Neaera
Genre
Melodic Death Metal Metalcore
Autor/en

 Pasquale

Fotocredit/s
Xoxo Photography
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