Review

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Cancer Bats – Give Me Dirt

Cancer Bats liefern mit Ihrem achten Studioalbum einen apokalyptischen Metallic Hardcore Ritt: Rohe Energie trifft auch dreckige Riffs. Die Punk-Attitüde darf nicht fehlen. Riot Visions Albumkritik dazu.

Cancer Bats sind ihrer markanten Stoner-Rock-Hardcore-Mischung auch in ihrem achten Studioalbum Give Me Dirt (Label: Bat Skull Records/Marshall Records) treu geblieben. Nur bewegen sie sich diesmal mehr in Richtung Metallic Hardcore. Kaum verwunderlich, denn hinter Give Me Dirt steckt der legendäre Metal-Producer Kurt Ballou, bekannt durch seine Arbeit mit Größen wie Converge und Every Time I Die.

Tracklist

  1. World Wild Fire Death Race (feat. Nate Newton)
  2. Stay Stuck
  3. Don’t Trip
  4. Bright Eyes of Gold (feat. Chris Creswell)
  5. Give Me Dirt
  6. Long Tooth (feat. Brooklyn Doran)
  7. Speed Wizard
  8. Ocean Crash
  9. Positive Grid
  10. Prognosis
  11. Fools Like You (feat. Efrem Schulz)

DIY-Punkspirit in jeder Faser

Give Me Dirt verkörpert den rohen, imperfekten DIY-Punkspirit: Das Album entstand beim gemeinsamen Jammen der Band, also ganz Oldschool. Zentrale Inspiration sind die Natur und Spiritualität beim Reisen. Cormier nahm seine jüngste Motorreise in die Berge von Nepal als Vorlage. Die Tracks Don’t Trip und Give Me Dirt beschäftigen sich mit seinen Erfahrungen auf dem Bike sowie Gesprächen auf dieser spirituellen Reise.

Rau und dreckig: Ein Artwork wie Cancer Bats höchstpersönlich

Kleiner Fun-Fact Am Rande: Cormier gestaltete Album-Cover und -Rückseite selbst – ohne PC und mit den eigenen Händen.
Seine Motivation erklärt er so:

Ich stelle fest, dass so viele Menschen heutzutage die Nase voll haben von KI und allem, was zu glatt und perfekt wirkt. Ich wollte, dass das Artwork die Energie des Albums einfängt, uns aber auch als Band repräsentiert; wir sind rau und dreckig, unser Sound ist laut und eine Mischung aus so vielen Einflüssen. Kunst wie diese zu schaffen, fühlte sich wie eine so gute visuelle Darstellung nicht nur der Songs, sondern auch von Cancer Bats selbst an.

Von Chaos getrieben

Genauso ungezähmt – also rau und dreckig – gibt sich der Opener World Fire Death Race, der mit seinem Thrash-Intro eine drängende Aufbruchsstimmung zelebriert. „Chaos defines this force of nature“ – so heißt die erste Line des Albums, die sinnbildlich für das Spektakel von 11 Tracks steht.

Cancer Bats lässt die Zuhörenden kaum aufatmen und transportiert ihre Bühnenpräsenz in das Achte Album. Stay Stuck oder Ocean Crash rollen ebenso mit 120 Sachen über die Ohren wie Fools Like You. Mit von der Partie waren zahlreiche Features mit Größen der Szene: Nate Newton von Converge, Chris Cresswell von Hot Water Music und Flatliners sowie die queere Indie Folk Sängerin Brooklyn Doran. Das Feature mit Letzteren bildet die wohl verdiente melancholische Verschnaufpause, denn Long Tooth ist ein echter Singalong.

Mit diesem Album haben Cancer Bats ihre vielfältige Persönlichkeit sowie ihre Haltung ausgefeilt wie nie präsentiert. Ein spaßiger Höllenritt, der bereits auf Platte wahnsinnig Lust auf ein Cancer Bats Konzert macht. Denn vor allem Liam Cormiers Bühnenpräsenz, stelle ich mir in Verbindung mit dem Give Me Dirt-Album wie Hardcore in seiner Reinform vor!

Info
8. August 2026 
16:35 Uhr
Band
Cancer Bats
Genre
Hardcore Stoner Rock
Autor/en

 Tascha

Fotocredit/s
Pressefoto
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