Review

Review

Review

WAGE WAR – Landfall

Moderner Metalcore zwischen Gewalt und Spielfreude – das ist die Headline für den 6ten Langspieler, namens „Landfall“
(Release datum: 09.10.2026), der Florida Kombo WAGE WAR rund um Sänger Briton Bond.

WAGE WAR, gegründet im Jahre 2010 noch unter dem Namen EMPIRES, sind eigentlich aus der heutigen Metalcore Landschaft gar nicht mehr wegzudenken. So konnte man die Kombo zuletzt im Herbst des Jahres 2025 bestaunen, als sie mit den Genre Giganten ARCHITECTS und den Newcomern HOUSE OF PROTECTION Europa unsicher gemacht haben.

Bereits im April diesen Jahres gab es mit der EP „IT CALLS ME BY NAME“ einen kleinen Vorgeschmack auf das nun neue Album „LANDFALL“, welches fast genau 2 Jahre nach dem letzten Longplayer „STIGMA“ veröffentlicht wird.

Tracklist

  1. Landfall
  2. Sweet Dreams
  3. Figure 8
  4. God Complex
  5. Stay With Me
  6. Silence Has Spoken
  7. Way Of Pain
  8. Red Dot
  9. Blindfold
  10. Spellbound
  11. Song Of Swamp
  12. Silhouette

Störsignal der Gewalt

Eingeleitet wird das Album mit dem gleichnamigen Titeltrack LANDFALL. Man wird begrüßt von einem akustischen Störsignal, welches direkt den Ton setzt. Man startet in einer Spirale aus vorwärtstreibenden Riffs und Schlagzeuggeballer, im Wechsel mit trostspenden Clean Vocal Passagen von Briton Bond. Die Songbestandteile wechseln sich in einem steten Mix ab und ergeben dabei jedoch eine harmonische Mischung. Es erinnert Phasenweise an das Machtwerk „Sempeternal“ von BRING ME THE HORIZON.
Das vermutliche Highlight der Platte, meiner Meinung nach, ist bereits der dritte Track namens SILK. Man kombiniert hier phasenweise den modernen Metalcore Sound zusammen mit treibenden Hardcore und Deathcore Elementen, welche diesen Song zum, wahrscheinlich, unbarmherzigsten Track der Platte macht. Vor allem der Breakdown nach rund der Hälfte kann ein Staple bei zukünftigen Liveauftritten werden. Auch Songs wie WAY OF PAIN oder SONG OF THE SWAMP, letzteren kennt man bereits von der EP aus dem April diesen Jahres, arbeiten hervorragend nach dieser Formel und bringen somit das Gewaltpotential der Platte auf ein gutes Level. Gerade SONG OF THE SWAMP könnte auch eine PARKWAY DRIVE Nummer der alten Tage sein. Im jeglichen positiven Sinne gemeint.

Ende Gut Alles Gut?

Nunja. Leider Nein. Wie man bereits an der vorangegangen Beschreibungen der Songs gut rauslesen kann, gibt es hier immer wieder viele Elemente, welche Trademarks anderer Bands sind. WAGE WAR schafft es zwar diesen Songs ihren immer und stets ihren eigenen Sound bzw. ihr eigenes Gewand aufzudrücken, jedoch misslingt ihnen das zu oft. Was zur Folge hat, das man sich regelmäßig denkt:
„Mensch. Das kenne ich schon.“
Sei es ein GOD COMPLEX das wie SPIRITBOX klingt, SILHOUETTE wie ARCHITECTS oder eben ein SILENCE HAS SPOKEN wie WHILE SHE SLEEPS. Dadurch bleibt leider wenig dauerhaft im Ohr hängen.

Fazit:

Trotz aller berechtigen Kritik WAGE WAR, ihr Können abzusprechen und sie als reine CopyCats zu bezeichnen, wäre gänzlich und absolut falsch. Dennoch würde ich mir etwas mehr Eigenständigkeit wünschen. Sie zeigen auf ihrem aktuellen Tonträger „Landfall“ das sie definitiv ihr Handwerk verstehen, dennoch könnte ihr Sound etwas eigenständiger sein. Fans der Band können daher bedenkenlos zu greifen, aber Neulinge wird man hiermit nur bedingt gewinnen können.

Anspieltipps:
Landfall, Silk, Song Of The Swamp, Way Of Pain


Info
6. Oktober 2026 
19:28 Uhr
Band
Wage War
Genre
Metalcore
Autor/en

 Sandro

Fotocredit/s
Pressefoto
Weitere Beiträge